Amy

Hallo,

ich heiße Amy. Ich bin im Mai 2013 geboren. Ich bin ein Labrador Retriever. Ich apportiere für mein Leben gerne. Alles was Frauchen wegschmeißt, hole ich wieder. Sonntags morgens trage ich zum Beispiel die Brötchen in meinem Korb. Frauchen ist dafür viel zu schwach. smiley

Aber wie ihr alle wisst - das Leben besteht nicht nur aus Freizeit und deshalb habe ich auch einen richtigen Beruf. Ich bin ein Therapiehund. Gemeinsam mit meinem Frauchen Sabrina besuche ich Schulen und biete dort Projekte an.

Mein Frauchen hat mich schon als Baby immer mal mit in ihre Schule genommen. Ich fand das toll, denn ich stand die ganze Zeit im Mittelpunkt. Anscheinend haben sich die Schülerinnen und Schüler ganz anders benommen als sonst. Frauchen sagt, sie waren ruhiger und weniger gestresst. Ich weiß zwar nicht, warum das so ist, aber ich freue mich darüber. Jedenfalls hat sich auch Frauchen so sehr darüber gefreut, dass sie uns zur Therapiehund-Teamausbildung angemeldet hat und wir haben bestanden. smiley 

Aber der Weg dahin war durch viel Lernen gekennzeichnet. Als Baby bin ich zur Welpengruppe gegangen- eine Art Hunde- Kindergarten. Da habe ich auch Pina, meine beste Freundin kennengelernt. Wir sind jeden Samstag bis zum Möhnesee gefahren, um bei Britta Pugliese (Rütter`s D.O.G.S Möhnesee) zu trainieren. Das war toll und hat viel Spaß gemacht. Zusätzlich war ich bei Stephanie Holtstiege (SocialDogs) und habe dann einen „Social-Beginners“-Seminar besucht. Das war dazu da, um zu schauen, ob ich als Therapiehund geeignet bin. Stephanie hat es mir sofort zugetraut, sagte aber dass ich mit 16 Wochen noch zu jung sei. Frauchen und ich hatten nun ein festes Ziel und arbeiten weiter an uns. Als ich für die Welpengruppe zu groß war, habe ich die Junghundegruppe bei Rütter`s D.O.G.S Möhnesee besucht. Das ist so wie die Schule nur für Hunde.

Da ich so viel Energie hatte, habe ich dort auch noch ein Seminar für Zughundesport gemacht. Da habe ich gelernt, wie man Bollerwagen oder auch Fahrräder zieht. Das war ein tolles Erlebnis.

Dummytraining, Distanztraining und Fährtenarbeit machen mir auch großen Spaß. Das hat Sandra Steinkamp bei Rütter`s D.O.G.S Hamm angeboten. Mit Sandra arbeite ich gerne. Sie stimmt das Training individuell auf mich ab - das ist großartig. Ich freue mich schon jetzt auf das Antijagdtraining im September 2015 bei ihr. 

Im September 2014 war es endlich soweit. Die Therapiehund-Teamausbildung bei Stephanie Holtstiege (SocialDogs) hat begonnen. Frauchen und ich wurden zu einem Therapiehund-Team ausgebildet. Wir arbeiten jetzt in der tiergestützten Sonderpädagogik. Mein Beruf macht mir sehr viel Spaß. Ich liebe Kinder.

Seit 2 Jahren darf ich nun regelmäßig bis zu 2x pro Woche mit in die Klasse meines Frauchens. Das war am Anfang ziemlich aufregend, denn viele Leute mussten zustimmen. Frau Mecklenbrauck, Frauchens damalige Chefin, war sofort Feuer und Flamme und so leitete Frauchen alles in die Wege. Die Schülerinnen und Schüler mussten Regeln lernen (z.B. dass ich ohne Erlaubnis keine Leckerchen bekomme). Ich brauchte einen festen Platz im Klassenzimmer. Anscheinend nerve ich manchmal und dann werde ich dorthin geschickt. smiley

Naja, mittlerweile war ich auch schon an der Erich-Kästner-Schule und an der Alfred-Delp-Schule. Das ist immer wieder spannend und es macht sehr viel Spaß. Besonders gut gefallen mir die Stunden, in denen die Kinder mit mir gemeinsam  mit mir entdecken oder etwas für mich basteln. Ich finde meinen Beruf toll. Laut Frauchen muss ich noch viel lernen, denn ich bin ja selbst noch ein Teenager.

Nach den Stunden in der Schule bin ich immer sehr müde. Den Tag danach brauche ich immer viel Schlaf. Aber Frauchen sorgt da sehr gut für mich.

Ich freue mich auf euch- denn ihr lernt von mir und ich von euch. Das wird großartig. Ich freue mich auch über eure Eltern, die einmal zugucken möchten. Frauchen möchte aber, dass das vorher mit ihr abgesprochen wird, damit es weder für mich noch für euch zu viel wird.

Ich freu mich auf euch!

Ich hoffe, wir sehen uns bald.

Eure Amy